Festlicher Ausklang eines erfolgreichen Jahres

Verkehrsunfall – Was nun?

Bei vielen Verkehrsunfällen geht naturgemäß der Geschädigte zuerst in sein Autohaus oder seine Autowerkstatt,  um den Schaden dort reparieren zu lassen. Dort wird dann oft verlangt, dass eine Abtretungserklärung unterschrieben wird, mit denen der Geschädigte seine Schadensersatzansprüche in Höhe der Reparaturkosten an die Werkstatt abtritt. Zugleich folgt das Versprechen, man werde sich um die Abwicklung des Unfallschadens selbst kümmern, der Geschädigte und Kunde des Autohauses habe keine Arbeit damit.

Abgesehen davon, dass das Interesse des Autohauses regelmäßig nur dahin gehen wird, den Schaden insoweit reguliert zu bekommen, als das Autohaus die Reparaturkosten direkt von der Versicherung erhält, hat das Autohaus auch keinen Nutzen davon, dass Ihnen im Übrigen zustehende Ansprüche von der gegnerischen Versicherung reguliert werden und sich regelmäßig hierum auch nicht kümmern. Es fehlen hierzu auch die erforderlichen rechtlichen Kenntnisse; darüber hinaus dürfte in aller Regel das Autohaus durch das Rechtsdienstleistungsgesetz gehindert sein, solche Dienstleistungen für den Kunden zu erbringen.

Gleichzeitig versucht die Kfz-Versicherungswirtschaft verstärkt, im Haftpflichtschadenfall – also i.d.R. nach einem Verkehrsunfall – den Geschädigten möglichst unverzüglich an die Versicherung des Schädigers zu binden, um sein Verhalten zu beeinflussen und ihm die Regulierung seines Schadens aus den Händen zu nehmen.

Der Geschädigte soll insbesondere davon abgehalten werden, einen Rechtsanwalt einzuschalten sowie einen unabhängigen Schadengutachter zu beauftragen. Die Versicherung Ihres Unfallgegners wird Ihren Schaden aber nur insoweit regulieren, wie es unbedingt notwendig ist!

Sie können Ansprüche haben, von denen Sie im Moment nichts wissen! Oder haben Sie schon einmal von einem fiktiven Haushaltsführungsschaden gehört? Kennen Sie die 130%-Regelung bei einem wirtschaftlichen Totalschaden?

Bei einem Verkehrsunfall können z.B. folgende Ansprüche gegen die gegnerische Versicherung entstehen:

  • Kosten für einen unabhängigen Sachverständigen
  • Reparaturkosten
  • Wertminderung des Fahrzeugs
  • Mietwagen
  • Nutzungsausfallentschädigung
  • Schmerzensgeld
  • Krankheitskosten
  • Anwaltskosten

Grundsätzlich halten wir es immer dann für notwendig, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn auf Ihrer Seite ein Personenschaden eingetreten ist.

Sind Sie sicher, dass der Unfall für Sie unverschuldet ist, sollten Sie immer einen Anwalt einschalten, weil der Ihnen die Arbeit abnimmt und dafür Sorge trägt, dass Sie optimal entschädigt werden. Gleiches gilt bei zweifelhafter Haftung und dann, wenn Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben, gerade auch und wenn ein Bußgeld oder eine Verkehrsstraftat im Raum steht. Gerade im Verkehrsunfallrecht kann dabei in aller Regel auch ein Rechtsanwalt genommen werden, der seine Kanzlei nicht an Ihrem Wohnsitz hat.

Bereits der 37. Deutscher Verkehrsgerichtstag in Goslar (27.-29.01.1999) kam zu folgender Empfehlung:

"Das Schadensmanagement durch Versicherer ist abzulehnen, denn es bringt das Risiko mit sich, dass der Geschädigte nicht den Schadensersatz bekommt, der ihm nach Gesetz und Rechtsprechung zusteht.

Der Geschädigte kommt auch in Gefahr, übereilt Entscheidungen zur Art und Weise der Schadensbehebung treffen zu müssen, so dass er keine ausreichende Gelegenheit hat, einen unabhängigen technischen Sachverständigen zur Feststellung des Schadens hinzuzuziehen, sich über seine Rechte und Pflichten sowie über die für ihn wirtschaftlichste Art der Schadensbehebung zu informieren, insbesondere anwaltlichen Rat einzuholen. „

 

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Bildstein

Betriebskostenabrechnung: Verstoß gegen Wirtschaftlichkeitsgebot

Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit im Gewerberaummietverhältnis verpflichtet den Vermieter, nach billigem Ermessen nur angemessene und erforderliche Kosten umzulegen. Wird dieser Grundsatz verletzt, wofür den Mieter die Darlegungs- und Beweislast trifft, hat der Vermieter den Mieter von der Umlegung nicht erforderlicher Kosten freizustellen.

(…) Sieht man anders als die Rechtssprechung den Wirtschaftlichkeitsgrundsatz als Bestandteil der Pflicht zur Betriebskostenabrechnung an, darf der Vermieter nur solche Kosten auf den Mieter umlegen, die unter Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebotes angefallen sind.

Die Umlegung von Betriebskosten ist von vornherein auf die Kosten beschränkt, die bei wirtschaftlicher Betriebsführung entstehen, der Vermieter ist verpflichtet, bei der Umlage der Kosten deren Wirtschaftlichkeit zu belegen, wenn begründete Zweifel bestehen. Der Praktiker sollte jedoch der Rechtssprechung mit den daraus sich ergebenden Konsequenzen für die Darlegungs- und Beweislast folgen.

 

Quelle: Beitrag aus der Zeitschrift MietRB 10/2013

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Zahn

Haftpflicht- und Autoversicherungen verdienen jährlich dreistellige Millionenbeträge auf Kosten der Geschädigten

Trotz oftmals hoher, monatlicher Beiträge, die ein Geschädigter aus einem Verkehrsunfall an seine Versicherung bezahlt, gibt es zahlreiche Versicherungsgesellschaften, die sich mit dreisten Tricks vor gerechtfertigten, hohen Zahlungen auf Kosten der Opfer drücken.

 

Wir ziehen um!

Brandmeldeanlage nach DIN 14675

Ihre Ansprechpartnerin: RAin Susanne Zahn

Fortbildung Frau Bildstein

 

Mitverschulden des Motorradfahrers wegen Nichttragens von speziellen Motarradschuhen

Das Landgericht Köln hat in einem Urteil vom 15.05.2013 – 18 O 148/08 – entschieden, dass das Nichttragen einer ausreichenden Schutzkleidung (hier Motorradschuhe) dazu führt, dass ein geschädigter Motorradfahrer sich allein aus diesem Umstand heraus ein anspruchsminderndes Mitverschulden entgegenhalten lassen muss.