Gesamtabnahme durch Ingebrauchnahme!

1. Bei der sog. fiktiven Abnahme treten die Abnahmewirkungen unabhängig vom wirklichen Willen des Auftraggebers ein.

2. Die Sechs-Tages-Frist des § 12 Abs. 5 Nr. 2 VOB/B beginnt mit der Benutzung der baulichen Anlage durch den Auftraggeber, es sei denn, die Leistung weist wesentliche Mängel auf oder die Nutzung erfolgt aufgrund einer dem Auftragnehmer bekannten Zwangslage.

3. Bei einem einheitlichen Gebäude, das zu verschiedenen Zwecken genutzt wird, genügt die Aufnahme einer Nutzungsart, um eine fiktive Abnahme anzunehmen.

 

OLG Naumburg, Urteil vom 10.05.2017 – 5 U 3/17

 

Ihre Ansprechpartnerin: Susanne Zahn