Behandlung bei nicht nach dem SGB V zugelassener Psychotherapeutin

Es besteht Behandlungsbedarf bei einer Asylbewerberin, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer depressiven Störung leidet und die über einen Monat stationär behandelt wurde nach einem Suizidversuch und deren Situation durch den Umstand, dass sie alleinerziehende Mutter eines einjährigen Kindes ist, zugespitzt wird.

Übernimmt die Krankenkasse für Asylbewerber nach § 264 I SGB V die Krankenbehandlung, dann ist sie nicht der Regelungssystematik des SGB V, sondern der des AsylbLG unterworfen. Es trifft nicht zu, dass der Anspruch nicht weitergehen kann als der Anspruch eines Mitglieds der GKV. Vielmehr unterliegen beide Ansprüche unterschiedlichen Regelungssystematiken und zu der Systematik des AsylbLG gehört es grundsätzlich nicht, dass nur im Sachleistungsprinzip der GKV zugelassene Therapeuten in Anspruch genommen werden können.

 

Quelle: Beitrag aus der RID 15-02

LSG Hamburg, Beschluss vom 18.06.2014 – L 1 KR 52/14 B ER

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