Off-Label-Use: Forsteo (Teriparatid) bei schwangerschaftsassoziierter Osteoporose

Die schwere schwangerschaftsassoziierte Osteoporose mit multiplen Wirbelkörperfrakturen (SAOP) ist wertungsmäßig einer die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigenden Erkrankungen gleichzustellen, die die Versorgung mit dem Medikament Forsteo (Teriparatid) im Rahmen des Off-Label-Use rechtfertigt.

Bisposphonate sind bei noch bestehendem Kinderwunsch wegen ihrer Langzeitwirkungen kontraindiziert.

Das Sozialgericht verpflichtet die Ag. im Wege der einstweiligen Anordnung, die Kosten der Behandlung der Ast. mit dem Arzneimittel Forsteo (Teriparatid) längstens bis zur Entscheidung in der Hauptsache zu übernehmen. Das Sozialgericht verurteilte nunmehr die Beklagte, die Kosten für das Arzneimittel Forsteo (Wirkstoff Teriparatid) zur Behandlung der Klägerin gemäß ärztlicher Verordnung für einen Zeitraum von längstens 24 Monaten zu übernehmen.

 

Quelle: RID 15-02-137

SG Lübeck – Urteil vom 03.12.2014 – S 5 KR 107/14

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