Palliativpflege als Form der häuslichen Krankenpflege

Zur häuslichen Krankenpflege (HKP) in Form von Behandlungspflege gem. § 37 I und II SGB V gehört auch die "Allgemeine ambulante Palliativversorgung" (AAPV). Nach § 37b SGB V besteht ein Anspruch auf "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV). Palliativpflege kann damit sowohl im Rahmen vonAAPV als auch im Rahmen von SAPV erbracht werden.

AAPV und SAPV sind kaum voneinander zu unterscheiden. Unterschiedlich sind die Organisationsstrukturen und die Abrechnungsform der beiden Leistungskomplexe. Während die AAPV im Rahme der HKP nach § 37 SGB V im Wesentlichen vom Pflegedienst erbracht wird, die Einbindung der Ärzte eher unverbindlich ist und die Leistung direkt mit der Krankenkasse abgerechnet wird, geschieht die SAPV nach § 37b SGB V durch Einbindung in ein Gesamtkonzept und verbindliche Einbeziehnung von Ärzten und Kooperationspartnern; sie wird über die Krankenversicherung abgerechnet.

Auch wenn sich die Palliativpflege über einen Zeitraum von fünf Monaten und drei Wochen erstreckte, können die Voraussetzungen einer AAPV als Leistungen der HKP nach § 37 SGB V erfüllt sein.

Ihr Ansprechpartner: RA Jürgen Vogel