Thermochemotherapie (Ganzkörper-Hyperthermie)

Bei einer Krebserkrankung bei unbekanntem Primärtumor, bei dem es innerhalb kürzester Zeit trotz Chemotherapie und expermimenteller Antikörpertherapie zu einer fortschreitenden Metastasierung in Leber, Lunge, Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen, Magenwand, und Lymphenknoten gekommen ist, handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, für die eine allgemein anerkannte, medizinischem Standard entsprechende Behandlung nicht (mehr) zur Verfügung steht.

Es kann dann im Einzelfall ein Anspruch auf Behandlung mit Ganzkörper-Hyperthermie bestehen.

Der Kläger begehrt von der Beklagten die volle Kostenerstattung für drei Behandlungen der Versicherten mit Ganzkörper-Hyperthermie.

Das Sozialgericht wies die Klage ab, das LSG verurteilte die Beklagte, dem Kläger weitere Kosten für die von der Versicherten durchgeführten Thermochemotherapie von 22.156,49 € zu erstatten.

 

Quelle: RID 15-02-107

SG Aurich – Urteil vom 09.12.2012 – S 18 KR 117/09

 

Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Vogel