Umschreibung des Hausgeldtitels gegen den Erwerber?

Der Erwerber von Wohnungseigentum haftet grundsätzlich nicht für Hausgeldrückstände des Veräußerers. Nach Ansicht des BGH hat das Vorrecht aus § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG keine dringliche Wirkung, so dass die Gemeinschaft den Erwerber wegen der Hausgeldrückstände des Veräußerers im Vorrangbereich nicht auf Duldung der Zwangsvollstreckung in das Wohnungseigentum in Anspruch nehmen kann.

Der Gemeinschaft stehen nur eingeschränkt Möglichkeiten zur Verfügung, einen Vollstreckungstitel wegen rückständiger Hausgelder im Falle der Veräußerung gegen den Erwerber umzuschreiben. Nach hier vertretener Ansicht ist eine Titelumschreibung analog § 727 ZPO nur möglich, wenn eine Vereinbarung als Inhalt des Sondereigentums im Grundbuch eingetragen ist, wonach der Erwerber für Hausgeldschulden des Veräußerers haftet.

 

Quelle: Beitrag aus der Zeitschrift MietRB 9/2014

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Zahn