Versicherungspflicht eines Ernährungsberaters – Begriff des „Lehrers“

Das Vermitteln von theoretischem Wissen zum Thema gesundheitsgerechte Ernährung ist ein Teil der Tätigkeit eines Ernährungsberaters, um die Klienten in die Lage zu versetzen, selbstständig den ernährungsphysiologischen Wert von Lebensmitteln zu erkennen und sich gesund zu ernähren. Dies ist jedoch nicht der zentrale Inhalt der Tätigkeit:

Es liegt keine Lehrertätigkeit i.S.d. § 2 S. 1 Nr. 1 SGB VI vor, wenn die Tätigkeit überwiegend als Beratung zu qualifizieren ist. Eine Beratung ist dadurch geprägt, dass der Berater neben der Vermittlung von Kenntnissen oder Fähigkeiten zur Lösung eines Problems zusätzlich Entscheidungshilfen bzw. -vorschläge anbietet, die vom zu Beratenden angenommen werden können. Die Wissensvermittlung darf nicht nur ein rein untergeordneter Teil der selbstständigen Tätigkeit sein, wie dies z. B. bei therapeutischen Tätigkeiten der Fall ist.


Quelle: LSG Hessen, Uteil vom 21.08.2014 – L 8 KR 154/13

NZS Heft 24/2014

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