Wohngeld: Haftung des Wohnungseigentums nach Veräußerung durch Insolvenzverwalter

Mit der Veräußerung von Wohnungseigentum durch den Insolvenzverwalter erlischt das Recht der Gemeinschaft auf abgesonderte Befriedigung wegen Wohngeldrückständen des Insolvenzschuldners. Stattdessen steht der Gemeinschaft in demselben Umfang ein Absonderungsrecht am Veräußerungserlös zu.

(…) Die Gemeinschaft sollte sich ihre Wohngeldforderungen alsbald gegen den Schuldner titulieren lassen bzw. gegen dessen Rechtsnachfolger oder den Insolvenzverwalter einen Duldungstitel erwirken. Die bevorrechtigte Zwangsversteigerung aus Rangklasse 2 kann sie nur wegen Wohngeldrückständen aus dem Jahr der Beschlagnahme und den letzten zwei Jahren davor betreiben.

 

Quelle: Beitrag aus der MietRB

LG Landau – Urteil vom 17.08.2012 – 3 S 11/12

AG Kaiserslautern – 5 C 71/10

 

Ihre Ansprechpartnerin: Rechtsanwältin Zahn